Mobilfunk-Museum
die drahtlose Telegraphie

Kurz vor dem Beginn des 20.Jahrhunderts gab es in der Telegraphie einen bedeutsamen Fortschritt. Die drahtlose Telegraphie wurde erfunden! Der Glugielmo Marrconi schaffte hier ein Telegramm auf eine Entfernung von ca. 30 - 50km über Funkwellen zu senden. Die Grundlage dafür bildeten die Forschungen auf dem Gebiet der Induktion. So wies Faraday schon vorher die Möglichkeit nach, das Elektrizität ohne Leiter über kurze Strecken übertragen werden kann. 1865 wurden diese Erkenntnisse von Marwell weiter untersucht und die Gesetzmäßigkeiten dieser Erscheinungen aufgestellt. Bereits 1910 waren anscheinend die Entwicklungen dieser Geräte soweit, das schon einige größere Schiffe Geräte zur drahtlosen Telegraphie an Bord hatten. So z. Bsp. auch die "Montrose" mit welcher der Arzt und Mörder Dr. Krippen am 20.07.1910 von Antwerpen nach Quebec flüchten wollte. Sein Pech, denn der Kapitän schöpfte Verdacht und sendete die bekannt gewordene Meldung "Dr. Krippen an Bord!". (Quelle: Verbrecher im Netz / Wolfgang Schlüter / Verlag Neues Leben Berlin / 1987)

Auch sollte hier in diesem Zusammenhang auch der "Bildfunk" genannt sein. Von 1929 stammt folgende Aussage dazu:

Bildfunk
Den Bildfunk bezeichnet man allgemein als Zwillingsbruder des bekannten Rundfunks. Durch eine lichtempfindliche Zelle wird hier das Bild in regelmäßigen Abständen "abgetastet". Die helleren und dunkleren Bildteile verursachen hierbei verschieden starke elektrische Ströme, die verstärkt und durch eine Sendeanlage an die entferntliegende Empfangsstation gesandt werden. Hier werden die Ströme wieder auf dem umgekehrten Wege wie bei der Sendeanlage in das Bild umgewandelt. Die Bedeutung des Bildfunks beschränkt sich heute noch vorwiegend auf die Übertragung von Bildern. Sowohl die Polizei als auch die großen illustrierten Zeitungen machen vom Bildfunk schon lebhaft Gebrauch. Auch die Orientierung von Flugzeugen und Luftschiffen kann der Bildfunk durch die drahtlose Übertragung von Wetterkarten sehr erleichtern.
(Quelle: "Aus dem schönen Echte Wagner Album Nr.3; Serie Nr.25; Bild Nr.1; Technik 1929." Sammelkarte eines Margarineherstellers)
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