Mobilfunk-Museum

Nachrichtenfernübertragung - Geschichte

So wissen wir von Zeichnungen auf Steinen, welche evt. als Nachrichtenübertragung auf Wurfweite gedient haben könnten. Auch von Rauchzeichen haben wir, spätestens in Indianerfilmen im Fernseher etwas gesehen und gehört. Später gab es dann auch berittene Boten, welche aber recht großen Gefahren ausgesetzt waren. So solles Diktatoren und Herrscher gegeben haben, welche die Überbringer schlechter Nachrichten einfach töten ließen! Gute Nachrichten wurden dagegen belohnt. Die Zuverlässigkeit der Methode lässt sich also mit Sicherheit bezweifen! Die Fehlerquote in der Übertragung muß schon recht enorm gewesen sein, da wir wohl kaum glauben, das sich schlechte Nachrichten nicht unterwegs so negativ gehalten hätten. Auch die Boten hingen doch sicher an Ihrem Leben! Auch waren in manchen Gebieten die Sraßen recht unsicher und die Nachrichten auch für andere Gesellen brauchbar, so das ab und an ein Bote schon mal nicht ankam oder der Empfänger sich unterwegs urplötzlich änderte. Solche berittenen Boten muß es sehr lange gegeben haben. Über hunderte von Jahren überbrachten diese Botschaften in Worten, gefolgt von der Überbringung von schriftlichen Nachrichten auf Pergament und später Papier, was es auch heute noch gibt, wobei sich die Fortbewegungsmittel doch etwas geändert haben.
Aus China oder Japan wurde das Tätowieren der Nachricht auf den Hinterkopf, gerade bei geheimen Mitteilungen bekannt. Hier wurde der Kopf des Boten geschoren und der Text einfach auf den Hinterkopf tätowiert. Einige sehr ungünstige Eigenschaften hatte diese Idee! Erstens dauerte es in der Regel recht lange, da die Haare anschließend wachsen mußten um die Nachricht zu verdecken. Auch eignete sich jeder Bote meist nur einmal zur Übertragung!
Auch Licht wurde zur Übertragung von Nachrichten gezielt genutzt. So war es, das auf Hügeln und Bergen Feuer entfacht wurde um eine vorher abgesprochene Nachricht zu übermitteln. So soll nach der Einnahme Trojas die Nachricht noch in der selben Nacht 520km weit transportiert wurden sein!
Eine weitere Methode Nachrichten zu versenden, hat es um 1794 in Frankreich gegeben. Erfinder der Methode war ein gewisser Claude Chappe (optischer Telegraph). Dazu wurden 20 spezielle Signalmasten zwischen dem Pariser Louvre und dem Ort Lille aufgestellt. "Drei Balken waren an einem weithin sichtbaren Orte an einem Gestelle so angebracht, daß durch Verbindung ihrer Stellungen es möglich war, eine große Zahl von Zeichen zu geben." (Zitat: Reich der Erfindungen/Dr. Heinrich Samter/1901) Der Abstand von einem zum anderen war also nach Sicht gewählt und jeder dieser Masten wurde von je einem Mann bedient. Es konnten hiermit einzelne Buchstaben nach einem festgelegten Code übertragen werden. Der erste Mast sendet also zum Beispiel ein "A", der Mann am zweiten Mast sieht dies und stellt seinen Mast ebenfalls auf diesen Buchsttaben ein. So konnten Nachrichten permanent hin und her gesendet werden. Wenn man sich nun aber mal überlegt, wie lange ein Text von 160 Zeichen (á la SMS) auf diese Art braucht und bei welchem personellen Aufwand, kann man sich sicher denken, daß diese Signalmasten nur für militärische oder bedeutende Zwecke verwendet wurden. Ebenfalls konnte dann nur am Tage gesendet werden, vorausgesetzt, es gab nicht gerade Nebel! Aber bei guter Sicht konnten kurze, abgesprochene Zeichencodes schon recht schnell über größere Entfernungen übertragen werden. Diese optischen Telegraphenleitungen sollen aber so effektiv gewesen sein, denn der Ausbau des Netzes erfolgte bis 1832 selbst nach Preusen. (Quelle: Reich der Erfindungen/Dr. Heinrich Samter/1901)
Sicher gab es noch eine Reihe anderer Erfindungen, aber durch die Endeckung der Eigenschaften der Elektizität öffneten sich die interessantesten Möglichkeiten und schafften so die Vorraussetzung für die wesentlichen Vorläufer der heutigen mobilen Telefonie.

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