Mobilfunk-Museum
das B-Netz

Mit Einführung des neuen und schon komfortableren Netzes war eine Neuerung hinzugekommen: Man konnte nunmehr selber wählen! Voraussetzung war aber auch hier das Wissen um den jeweiligen Aufenthaltsort des Mobiltelefonierers. Für jedes Gebiet gab es eine spezielle Vorwahl. Nun kann man auch Teilnehmer in Luxemburg, Niederlanden und Österreich erreichen! Dagegen hat sich bei dem Gewicht der teuren Kästen noch nicht viel getan! Immer noch um die 16Kilo an Kampfgewicht! Auch der Preis blieb Abschreckung genug. Immer noch um die 12.000DM musste man für ein solches Prachtstück hinblättern! Dazu kam der monatliche Grundpreis von erst 270 und später immerhin noch 120DM.

Der Wechsel von Versorgungsbereich zu Versorgungsbereich war immer noch mit einem Gesprächsende und einem Neuaufbau der Verbindung verbunden. Dennoch hatte die Bundespost im B-Netz erst 16.000 und später nach weiterem Ausbau des Netzes zeitweilig bis zu ca. 27.000 Kunden. Möglich war dies durch die Übernahme der nun zur Verfügung stehenden A-Netz-Frequenzen. Erst mit Ende des B-Netzes werden die Geräte durch Neuerungen in der Halbleitertechnik kleiner und leistungsfähiger. Ähnliche Netze wurden in einigen Ländern auf der Welt errichtet, von denen einige sogar noch in Betrieb sein sollen. In Deutschland wurde das Netz am 31.12.1994 offiziell abgeschaltet.

Eingebautes B-Netz-Telefon
Quelle: Der Abschied vom ABC - Eine Zeitreise zu den wichtigsten Stationen / eine Broschüre der "T-Mobil"
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