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Das A-Netz Aber schon 1958 wurde das erste
öffentliche Mobiltelefonnetz in Deutschland eingeführt.
Das A-Netz der Bundespost war aus der Taufe gehoben und
damit das damals größte flächendeckende öffentliche
Mobilfunknetz der Welt!
Einer der ersten Nutzer war übrigens kein geringerer als
der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer! In seinem
Mercedes 300 war als Sonderausstattung ein solches
Telefon eingebaut. Für ca. 11000 Teilnehmer in diesem
Netz waren rund um die Uhr 600 Vermittlungskräfte im
Einsatz, da der Selbstwahlbetrieb hier noch nicht möglich
war. Gespräche mussten durch ein "Fräulein vom Amt"
vermittelt werden. Die Rufnummern begannen mit der
Vorwahl 010. Klar, das ein solcher Service nicht ganz
billig war! Die monatliche Grundgebühr lag bei ca. 66 -
270DM, was bei einem normalen Monatsgehalt von 600DM für
einen Facharbeiter wohl kaum erschwinglich war. Der Preis
für ein solches Mobilfunkgerät dürfte aber schon
Hindernis genug gewesen sein! Ein solches Prachtstück
voller Röhrenelektronik mit einem Gewicht von über 16
Kilogramm, schlug immerhin mit 8000 - 15000DM für das
Standartgerät TeKaDe - B72 zu Buche, während
ein VW Käfer schon ab 5000DM zu haben war! Die Geräte
selbst waren nur Festeinbaugeräte. Böse Stimmen meinen,
diese ersparten wenigstens im Winter den Ballast auf den
Antriebsrädern und unterstützten die Heizung in den
kalten Monaten.
Das Telefonieren in diesem Netz soll nicht ohne Tücken
gewesen sein! Bei Verlassen eines Funkbereiches musste
man das Gespräch beenden, um es im nächsten
Versorgungsbereich wieder neu aufzubauen. Ein Anruf eines
Mobiltelefons war genauso kompliziert, musste man doch
wissen, in welchem Bereich sich der Nutzer gerade aufhält.
Ein solcher Bereich hatte den Radius von 30 - 50 km. Also
keine Rede von Komfort! Immerhin waren 80% der
Bundesrepublik inklusive Westberlin mit dem Netz
abgedeckt! Das A-Netz blieb bis zum Jahre 1977 erhalten
und ging in ein neues, 1972 geschaltetes Netz (B-Netz) über.
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Eingebautes A-Netz-Telefon
Quelle: Der
Abschied vom ABC - Eine Zeitreise zu den
wichtigsten Stationen / eine Broschüre der
"T-Mobil" |
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