Mobilfunk-Museum
Der Beginn der mobilen Telefonie

Die Anfänge des wirklichen Mobiltelefons wurden in Form eines Zugtelefons 1918 auf der Strecke Berlin - Zossen erstmalig getestet und kam dann am 07.01.1926 auf der Strecke Berlin - Hamburg bei der Deutschen Reichsbahn erstmals zum öffentlichen Einsatz. Natürlich waren die Sprechstellen noch keine direkten Mobilfunkgeräte wie wir sie heute kennen! Es handelte sich hierbei eher um eine Fernsprechstelle, also einem normalen Fernsprechapparat. Die Signale des Fernsprechers wurden über Kabel auf das Dach weitergeleitet, wo sich entlang des Daches Drähte spannten. Diese Antennen leiteten dann die Signale an die Telegraphenleitungen neben den Gleisen weiter. Sogenannte Zugvermittlungsstellen leiteten die Verbindungen an das Festnetz weiter.
Auch damals schon, waren die Gesprächsgebühren unheimlich hoch, so das sich solche Gespräche nicht für jeden Reisenden lohnten! So soll ein Gespräch über 3 Minuten ca. 4 Reichsmark gekostet haben. Eine Summe welche einen wesentlich höheren Wert präsentierte, als das heute der Fall ist. Dennoch schien diese Entwicklung die Phantasie jener Zeitgenossen stark zu beflügeln. Die Erfindung des Fernsehers kam da wohl noch hinzu. Das folgende Bild (samt Beschriftung) stammt aus der Zeit gegen 1930:

Drahtloses Privattelefon und Fernsehen
Jeder hat nun sein eigenes Sende- und Empfangsgerät und kann sich auf einer bestimmten Welle mit Bekannten und Verwandten unterhalten. Aber auch die Fernseh-Technik hat sich so vervollkommnet, daß man dem Freunde gleichzeitig ins Angesicht schauen kann. Sende- und Empfangsgerät sind nicht mehr an den Ort gebunden, sondern werden in einem Kasten von der Größe eines Photoapparates immer mitgeführt.
(Quelle: "Aus dem schönen Echte Wagner Album Nr.3; Serie Nr.12; Bild Nr.4; Zukunftsfantasien." Sammelkarte eines Margarineherstellers)

Auch wenn die abgebildete Technik schon belustigend wirkt, so ist doch die Technik aus heutiger Sicht schon in der Lage diese Bildtelefonie zu bewerkstelligen. Es ist schon verblüffend, wie real solche Vorstellungen aus heutiger Sicht wirken! Aber nun weiter in der Geschichte:

Weitere Forschungen und Entwicklungen im Mittel- und Kurzwellenbereich wurden dann in den 30er- und 40er-Jahren durchgeführt. Aber erst in den 50ern wurde dann die Entwicklung des UKW-Funks so weit getrieben, das dieses Band für Funkzwecke Einsatz fand. Nach und nach wurden in einigen Teilen Deutschlands lokale Netze aufgebaut. Diese wurden noch nicht für zivile Zwecke, sondern vorwiegend für Rettungsdienste, Polizei und Militär genutzt.

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